Aktuelles: Debatte im Landtag am 27. Februar, die Parteien sind sich einig:
Es muss sich was ändern!
Am 27. Februar 2025 diskutierte der Niedersächsische Landtag über die Verbesserung der schulischen Unterstützung für Kinder mit Legasthenie und Dyskalkulie. Details und die sehr interessanten Video-Beiträge finden sie hier.
Workshop Kreisverband Osterode
Technische Hilfsmittel für Menschen mit Legasthenie
Unser Referent Anton Tartz ist ehemaliger Sprecher der Jungen Aktiven im BVL.
Er ist Experte für technische Hilfsmittel und berichtet in seinem Blog https://anton-tartz.de/ über sein Leben mit Legasthenie.
Dabei zeigt er praxisnah, wie unterstützende Technologien den Alltag erleichtern können.
Menschen nutzen Brillen, um besser sehen zu können, Rollstühle, um Geh-Einschränkungen auszugleichen, und Technik, um das Herz am Schlagen zu halten.
Warum sollten Menschen mit Legasthenie also nicht ebenfalls Hilfsmittel nutzen, um sich auf ihre Stärken statt auf ihre Schwächen zu konzentrieren?
Vorlese- und Diktiersoftware, Rechtschreibkorrekturprogramme und Texterkennung sind nur einige Beispiele für Hilfsmittel, die den Alltag von Menschen mit Legasthenie erleichtern können.
Im Workshop vermittelt Anton Tartz praxisnah den Einsatz technischer Unterstützungsmöglichkeiten.
Die Veranstaltung richtet sich an Betroffene, Angehörige, Lehrkräfte und alle, die sich für das Thema interessieren.
Donnerstag, 4. September 2025
Beginn: 16:30 Uhr
im Forum der BBS II Osterode
An der Leege 2b, 37520 Osterode
Für Mitglieder (bitte Mitgliedsausweis oder LEDY mitbringen), Schüler:innen und Studierende: frei
• Für Nichtmitglieder: 10,00 €
• Teilnahmebestätigungen liegen am Einlass bereit.
Erleichtern Sie uns bitte die Organisation und melden Sie sich per E-Mail an osterode@legasthenie-verband.de .
Die Teilnahme ist für Kurzentschlossene auch ohne vorherige Anmeldung möglich.?
Diese Veranstaltung wird vom Landesverband Legasthenie und Dyskalkulie Niedersachsen im Bundesverband Legasthenie und Dyskalkulie e.V gefördert.
Ebenfalls vielen Dank.
Workshoptagung Kreisverband Hannover e. V.
für Eltern, Lehrkräfte, Therapeut:innen und Betroffene
Thema: Schule im Wandel bei Legasthenie und Dyskalkulie
Termin: Samstag, 13. September 2025 10:30 Uhr bis 15:30 Uhr
Detaillierte Infos entnehmen Sie bitte dem Flyer
Stadtteilzentrum Ricklingen, Anne-Stache-Allee 7, 30459 Hannover
erreichbar über Stadtbahnlinien 17, 3 und 7 Busverbindung 100, 363, 581 - Haltestelle Ricklinger Stadtweg. Mit dem PKW über B6 / Eingeschränkte Parkmöglichkeiten
Ansprechpartnerin: Marianne Büngel
hannover@legasthenie-verband.de
Austausch- und Infoabend Kreisverband Osterode
Am 30. September 2025 ist Tag der Legasthenie und Dyskalkulie
Aus diesem Anlass würde der KVLO -bei Interesse- einen "Austausch- und Infoabend" für Eltern und Betroffene organisieren und begleiten.
Termin: voraussichtlich Ende September/Anfang Oktober
Bitte geben Sie uns eine kurze Rückmeldung- falls Sie Interesse haben. ?
Kreisverband Legasthenie Osterode e.V.
Johannisvorstadt 2
37520 Osterode am Harz
Handy: 0151 68515869 (Mailbox)
www.legasthenie-verband.de/vor-ort/osterode
Fachtagung Kreisverband Verden/Rotenburg/Soltau/Fallingbostel e.V.
31. Fachtagung zum Thema Lese- und Rechtschreibschwäche (Legasthenie) und Rechenschwäche (Dyskalkulie)
Samstag, den 15. November 2025 10.00 – 17.00 Uhr
im Hotel Niedersachsenhof, Lindhooper Straße 97, 27283 Verden/Aller
Workshop 1:
Psychotherapeutin Marie Seifer Kinder und Jugendliche mit LRS zuhause und in der Schule unterstützen
Workshop 2:
Dipl.-Sozialpädagogin Christiane Eich ADHS – Erfolgreiches pädagogisches Handeln in Schule und Elternhaus
Workshop 3:
Prof. Dr. David Gerlach Englischlernen trotz LRS: Aktuelle Erkenntnisse und Ansätze zur Diagnose und Förderung
Workshop 4:
Christine Strauß-Ehret Rechenschwäche überwinden mit dem Würfelhauskonzept
Anmeldung und Info:
Kreisverband Legasthenie & Dyskalkulie Verden/Rotenburg/Soltau/Fallingbostel e.V.
Dörte Meyer
kvld.meyer@t-online.de
Der Bundesverband Legasthenie und Dyskalkulie e.V. (BVL) und seine Landesverbände (LVL) fordern die Anerkennung behinderungsbedingter Leistungsdefizite von Schülerinnen und Schülern mit Legasthenie und Dyskalkulie durch Bildungspolitik und Behindertenbeauftragte, um die Rechte und Bedürfnisse der betroffenen Kinder zu schützen.
Bad Münstereifel, 4. Februar 2025
Die Situation für Schülerinnen und Schüler mit Legasthenie und Dyskalkulie in Deutschland ist alarmierend. Trotz der Anerkennung dieser Lernstörungen als Behinderungen im Sinne des Sozialgesetzbuches und der Internationalen Klassifikation der Krankheiten (ICD-10), sind die bestehenden schulrechtlichen Regelungen in den Bundesländern unzureichend und diskriminierend. Der Bundesverband Legasthenie und Dyskalkulie e. V. (BVL) und seine Landesverbände (LVL) fordern mit Nachdruck eine umfassendeReform der schulrechtlichen Rahmenbedingungen, um die Bildungsperspektiven für betroffene Schüler bundesweit zu verbessern. Ca. 10 – 15 % aller Schüler sind von einer Legasthenie oder Dyskalkulie betroffen und kämpfen sich, trotz guter Begabung, mühevoll durch unser Schulsystem mit deutlich schlechteren
Bildungschancen.
„Das Bundesverfassungsgericht hat in seinem Urteil vom 22. November 2023 unmissverständlich festgestellt, dass Legasthenie eine Behinderung darstellt und die „Pflicht zur Inklusion“ auch für Schulabschlussprüfungen gilt. Diese Diskriminierung trifft auch Schülerinnen und Schüler mit Dyskalkulie, deren spezifische Bedürfnisse im Bildungssystem weitgehend ignoriert werden“, sagt Rechtanwalt Dr. Johannes Mierau aus Würzburg. Ebenso wie Legasthenie ist auch Dyskalkulie eine lebenslang anhaltende neurobiologische Entwicklungsstörung. Beide Störungen erfüllen die vom Bundesverfassungsgericht benannten Kriterien einer Behinderung.
Die schulrechtlichen Regelungen in den einzelnen Bundesländern klaffen weit auseinander. Während in vielen Ländern zumindest für Legasthenie-Betroffene gewisse Unterstützungsmaßnahmen greifen, sind Nachteilsausgleiche für Schüler mit Dyskalkulie kaum vorhanden. Diese uneinheitliche Rechtslage führt dazu, dass die Bildungschancen der Betroffenen stark von ihrem Wohnort abhängen. Bildungsexperten fordern schon lange eine bundesweite Reform der schulrechtlichen Regelungen, die den individuellen Förder- und Unterstützungsbedarf von Schülern mit Legasthenie und Dyskalkulie verbindlich berücksichtigen. Ansonsten verlieren die Betroffenen weiterhin den schulischen Anschluss, mit gravierenden Folgen für ihre persönliche Entwicklung und beruflichen Perspektiven.
„Wir begrüßen ausdrücklich, dass im Forderungspapier der Behindertenbeauftragten des Bundes und der Länder zur inklusiven schulischen Bildung, unabhängige Förderdiagnostik, individuelle Förderplanung, erforderliche Nachteilsausgleiche und Hilfsmittel, Ausstattung der Schulen mit qualifiziertem Personal sowie technische und digitale Barrierefreiheit gefordert werden“, sagt Tanja Scherle, Bundesvorsitzende des BVL. Nur so kann sichergestellt werden, dass Schülerinnen und Schüler mit Legasthenie und Dyskalkulie die notwendige Unterstützung erhalten, um ihr volles Potenzial auszuschöpfen und seelische Behinderungen zu vermeiden.
Der BVL appelliert mit seinen LVL an die Bildungspolitiker auf Bundes- und Landesebene, ihrer Verantwortung gerecht zu werden und die notwendigen schulrechtlichen Rahmenbedingungen zu schaffen, um Chancengleichheit für alle Schülerinnen und Schüler mit Legasthenie und Dyskalkulie zu gewährleisten. Es ist unerlässlich, dass ein flächendeckender und vollumfänglicher Nachteilsausgleich sowie ein Notenschutz
für alle betroffenen Schülerinnen und Schüler, unabhängig von Schulart und Klassenstufe, eingeführt werden. Ein aktives Handeln der Behindertenbeauftragten auf Bundes- und Landesebene, um die Rechte und Bedürfnisse dieser Kinder zu schützen, ist als flankierende Maßnahme dringend erforderlich.
Pressekontakt:
Annette Höinghaus BVL c/o EZB
Tel. 04193/965604 Blumenweg 9
presse@bvl-legasthenie.de 53902 Bad Münstereifel
Auch in diesem Jahr werden wir von der DAK Gesundheit unterstützt. Hierfür sagen wir herzlichen Dank!